12.07.2016

Harry Potter FanFiction - Rabenklaue #Kapitel 2 - Feinde und Freunde


Tanja Parker ist eine junge Hexe im fünften Schuljahr im Schloss Hogwarts der Schule für Hexerei und Zauberei. Auf dem ersten Blick scheint sie ein normales Leben zu führen. Aber was lauert wirklich in diesem Mädchen? Das fünfte Schuljahr birgt viele Geheimnisse, Gefahren und vielleicht auch neue Freunde?




Kapitel 2 - Feinde und Freunde




Finsternis beherrschte diese Schreckensnacht. Der Nebel verschleierte den Männern und Frauen den Blick. Das Schloss Hogwarts, die Schule für Hexerei und Zauberei, lag erwartungsvoll und ruhig da. Nur ein schwacher Lichtschein brach aus der Großen Halle heraus. Das Schloss bereitete sich auf das vor was in der unheilvollen Nacht lauerte. Eine Armee der dunklen Magie näherte sich bedrohlich dem prachtvollem Schloss. Paracelsus von Nettesheim, einer der mächtigsten schwarzen Magier, hatte sich ein hohes Ziel gesetzt. Er hatte vor vielen Jahren dem mächtigsten aller Schwarzmagier gedient, als rechte Hand. Doch der dunkle Lord war gescheitert. Er hatte Fehler gemacht. Paracelsus war sich sicher, er würde keine Fehler machen. Seine dunkle Gefolgschaft, die aus allen dunklen Wesen und Geschöpfen der magischen Unterwelt bestand bewegte sich unaufhaltsam vorwärts, geradewegs auf Hogwarts zu. Paracelsus wusste, das wenn er erst Hogwarts übernommen hatte, er ganz leicht das Zaubereiministerium angreifen konnte, unvorbereitet. Noch dazu kam der Faktor das er die Zukunft der magischen Welt in den Händen halten würde. Er war unaufhaltsam. Werwölfe, Riesen, Dementore, Chimäras, Mantikore, Bergtrolle und viele andere dunkle und gefährliche Geschöpfe der Zaubererwelt. Begleitet von vielen dunklen Magiern, welche meist noch Nachfolger des dunklen Lords waren. Paracelsus Armee stand nun einer kleineren Gruppe von Armee gegenüber. Die weit unterlegenere Gruppe hatte vor dem Schloss Aufstellung genommen, bereit zur Verteidigung.
Albus Dumbledore, mit seinem langen Umhang und weißem Bart führte sie entschlossen an. Ihm folgten die mutigsten und fähigsten Lehrer und Schüler der oberen Klassenstufen. Der Großteil der Schüler waren Jungen aus allen Häusern ab dem 5 Schuljahr. Oliver Wood stand Seite an Seite mit seinen Freunden. Die Zauberstäbe gezogen, bereit zum Kampf. Ein Ohrenbetäubender und Erschreckender Angriffslaut der beiden Anführer der Armeen erschütterte die schaurige Nacht und ließ die beiden Gruppen aufeinander zu stürmen.



Schweißgebadet schreckte Tanja Parker aus dem Schlaf. Sie saß senkrecht im Bett und ihr Herz klopfte wie wild. Ihre Stirn war erhitzt und ihr Gesicht von Schweißperlen umrandet. Ihr Atem ging flach und abgehackt. Der Morgen graute bereits und schien mit schwachen Strahlen herein, durch die Vorhänge ihres Himmelbetts. Es war ein Albtraum, stellte Tanja erleichtert fest. Nichts weiter als ein böser Traum. Aber es kam ihr gar nicht so vor wie ein Traum. Es war alles so real gewesen, gerade so als würde das alles wirklich passieren. Dieser Traum war mehr wie eine Vision gewesen. Nach Luft ringend sah Tanja durch die Vorhänge sich im Schlafsaal um. Langsam erkannte sie wieder wo sie war und ihr Herzschlag beruhigte sich wieder. Es war alles noch so wie es war und draußen begann ein unbeschwerter Tag. Schnell riss Tanja ihre Vorhänge beiseite und sprang aus dem Bett. Sie hastete die Treppen in den Gemeinschaftsraum hinunter, der in diesen frühen Morgenstunden friedlich und verlassen da lag. Tanja blickte sich um. Sie wollte sich davon überzeugen das noch alles beim Alten war und keine dunkle Armee des Bösen ihre Welt Angriff. Plötzlich hörte sie Schritte hinter sich die Treppe herunter kommen. Oliver Wood kam bereits angezogen in den Gemeinschaftsraum. Als er Tanja bemerkte blieb er stehen. Sofort fiel ihm auf das Tanja völlig verschwitzt, mit wilden Haaren und nur im Pyjama vor ihm stand. Ein seltener Anblick bot sich ihm. Tanja sah ihn erschrocken mit ihren braunen Augen an.
Du bist noch hier? Du bist da?“, stammelte sie fassungslos. Oliver verstand kein Wort von dem was sie sagte.
Wie bitte? Was ist denn mit dir los?“ Tanja blinzelte als würde sie aus einem Traum erwachen. „Oh.“, stieß sie nur aus, stand jedoch genauso regungslos da, wie zuvor. Olivers Blick fiel auf ihren nassen Hals und wanderte über den Ausschnitt ihres Pyjamaoberteils wo er auch hängen blieb.
Ne tolle Aussicht zum frühen Morgen.“, gab Oliver grinsend von sich. Tanja blickte irritiert zu ihm und bemerkte seinen Blick. Sie sah an sich herunter und bemerkte das die ersten drei Knöpfe ihres Oberteils offen waren und einen großzügigen Blick auf ihr Dekolleté frei gaben. Tanja lief Puterrot an und hastig knöpfte sie die Knöpfe zu.
Man du Blödmann, kannst du denn an nichts anderes denken.“, gab sie zornig an Oliver zurück. Durch ihre Zerstreutheit hatte sie völlig vergessen sich einen Morgenmantel über zuwerfen. Oliver jedoch grinste nur und verschwand achselzuckend hinter dem Portraitloch. Tanja stöhnte geräuschvoll und lief dann wieder nach oben um sich anzuziehen und ihre Haare zu kämen. Kate war bereits wach und so liefen beide gemeinsam zum Frühstück in die Große Halle hinunter. Als sie sich an den Frühstückstisch setzten, nahmen sich beide etwas von dem Toast und begannen zu essen. Zugleich kam Caro hereinspaziert und setzte sich fröhlich neben Tanja. „Morgen.“, grüßte sie. „Herrje wie siehst du denn aus?“, setzte sie hinzu als sie Tanjas Augenringe und die kaum gebändigten Haare bemerkte. Tanja zuckte nur mit den Schulter und biss ein weiteres Stück von ihrem Toast ab. „Schlechd...geschladen.“, gab sie mit halb vollem Mund zurück. Caro verstand, nahm sich ebenfalls eine Scheibe die sie großzügig mit Marmelade bestrich. Nach dem Frühstück gingen sie zum Unterricht. Das Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste wurde von einem jungen Lehrer unterrichtet. Professor Lepus war bereits seit zwei Jahren Lehrer in diesem Fach und war bei den Schülern auch sehr beliebt. In dieser Stunde kamen sie zu dem Thema der Geschöpfe der Nacht. Nur mit Bedauern ging auch diese Interessante Unterrichtsstunde zu ende. Bis zum Mittagessen folgten noch langweilige Vorträge in Geschichte der Zauberei und Wahrsagen. Erleichtert liefen Tanja und Kate nach Wahrsagen zum Mittagessen. Tanja betrat die Große Halle und blieb urplötzlich stehen. „Tanja was ist denn?“, fragte Kate verwirrt.
Tut mir Leid ich habe keinen Hunger...ich ähm... geh schon mal zu Hagrid runter.“, mit diesen Worten verschwand Tanja auch schon wieder. Als Kate sich an den Gryffindor -Tisch setzte, bemerkte sie das Caro am Slytherintisch sich mit einen Jungen sehr angeregt unterhielt. War das vielleicht der Grund für Tanjas plötzliches Verschwinden?


Tanja Parker atmete die süße und liebliche Luft ein als sie nach draußen trat. Nach der einschläfernden Wahrsagenstunde im verrauchten Turmzimmer, tat ihr diese frische Luft gut. Sie schlenderte die Treppen des Einganges herunter und lief fröhlich über die Wiese zu Hagrids Hütte. Plötzlich hielt Tanja inne. Denn ihr Blick wurde auf eine Eiche am großen See gelenkt. Ein Erstklässler baumelte dort nach Hilfe schreiend an einem Ast. Unter ihm stand Oliver Wood mit seinen Freunden. Dennis, Daniel und Kevin und schienen sich darüber ziemlich zu amüsieren. Daniel und Kevin schüttelte es bereits vor Lachen. In Tanja stieg Wut auf. Dieser Playboy, dachte sie Wut erzürnt. Wie konnte er nur einen wehrlosen Erstklässler quälen? Man sollte doch meinen ein Mannschaftskapitän hätte mehr Vernunft, dachte sie zornig. Zügig schritt sie auf die Bande zu. Mit einem Wink ihres Zauberstabs befreite sie den Erstklässler und ließ ihn sanft wieder auf dem Boden landen. Tanja stellte sich vor Oliver und seinen Freunden auf und stemmte die Hände bedrohlich in die Seite. Die Jungen hörten urplötzlich auf zu Lachen, als sie das Unheil verkündende Funkeln in Tanjas Augen sahen. Der kleine Erstklässler lief, sobald er wieder festen Boden unter den Füßen hatte davon. Tanja hingegen konzentrierte sich auf Wood.
Wood! Was soll das hier?“, stieß sie zornig hervor. Auf Olivers Gesicht bildete sich ein Grinsen.
Ach beruhige dich, Parker. Er hatte es verdient.“, meinte er nur Achselzuckend.
Ach was bitte schön hat den dir ein Erstklässler getan?“
Ich habe meine Gründe und außerdem was geht dich das an, Parker?“, gab Oliver forsch zurück. Olivers Freunde hatten ihn Tanja gegenüber noch nie so kühl erlebt. Und langsam begannen sie sich zu fragen was zwischen den beiden Vorgefallen war, dass sie sich noch mehr angifteten als so schon. „Egal was du für Gründe gehabt hast Mr. Ich-bin-ach-so-toll, deswegen darfst du dir noch lange nicht heraus nehmen einen Schüler zu bestrafen. Das obliegt einzig und allein Professor McGonagall.“, meinte Tanja im kalten Ton und ihre Augen verengten sich finster zu Schlitzen.
Reg' dich ab Parker, du redest bereits wie McGonagall.“ Tanja schnappte beleidigt nach Luft.
Beim Barte Merlins, Wood und du nennst dich Mannschaftskapitän unserer Quidditchmannschaft? Du solltest mehr Verantwortung und Vernunft besitzen.“, stieß sie schrill hervor.
Ich bin Verantwortungsbewusst, damit das klar ist! Der Kleine war von einem Slytherin dort hoch bugsiert worden und nicht von mir.“, log Oliver, der allmählich die Geduld mit ihr verlor.
Ach ja, und warum hast du dann gelacht? Das ist nicht komisch und du solltest so etwas verhindern.“ „Hättest du es denn verhindert, Parker?“
Natürlich.“
Ach ja?“, meinte Oliver skeptisch und zog beide Augenbrauen in die Höhe.
Die Spannung zwischen den beiden war in der Luft spürbar.
Hey, ihr zwei solltet mal wieder Frieden schließen.“, griff nun Dennis ein. Oliver zuckte mit den Schultern.
An mir soll es nicht scheitern. Wenn Madame Tugendsam nur nicht so dickköpfig wäre.“
Doch Tanja schritt mit todernster Miene auf Oliver zu, bis sie nur knapp, wenige Zentimeter vor ihm stand. Warnend tippte sie mit einem Finger gegen seine Brust und zischte wütend:
Ich werde niemals mit dir Freundschaft schließen, nicht solange du dich so Unreif aufführst. Du bist der größte möchte-gern-Playboy der Schule. Ich hasse dich.“ Die Worte waren aus Tanjas Mund geflossen bevor sie sie aufhalten konnte. Für einige Minuten schien alles erstarrt. Oliver starrte Fassungslos Tanja an und sie starrte noch immer wütend auf ihn zurück. Dann drehte sie sich um und lief mit wehendem Umhang davon. Wood blieb wie gelähmt zurück. Dennis stieß ihm besorgt in die Seite.
Hey Mann, alles klar mit dir?“ Oliver zwang sich ein Lächeln ab und meinte dann so locker wie es ging: „Was heißt hier außerdem möchte-gern?“ Doch im tiefen Inneren hatten Tanjas Worte ihn sehr verletzt. War das, dass Ende? Sie hasste ihn und er konnte nichts dagegen tun? Er wollte sie doch nur beschützen. Der Erstklässler welcher von Daniel auf den Baum gezaubert wurde, hatte Tanja zuvor als Schlammblut bezeichnet. Oliver hatte diese Ausrede nur benutzt, damit Tanja ihn nicht für einen schlechten Menschen hielt. Aber allem Anschein nach, war das bereits geschehen.
In Hagrids Unterricht der Pflege magischer Geschöpfe behandelten sie Bowtruckles. Diese kleinen Holzwichtel beschützen Bäume die häufig zur Herstellung von Zauberstäben genutzt werden und sind normalerweise sehr friedliche Wesen. Als die Schüler die Bowtruckles mit einer Hand voll Holzläusen rauslocken sollten, um sie sich genauer ansehen zu können, packte Berry Rickford einen Bowtruckle zu fest an, woraufhin dieser ihn sehr tief in die Hand biss. Sehr zur Unterhaltung der anderen, wälzte sich der blondhaarige Junge mit den vielen Sommersprossen im Gesicht jaulend im Gras, bis Hagrid ihn in den Krankenflügel bringen lies und die Stunde deshalb eher beenden musste.


Tanja saß vor ihrem Abendessen und bekam keinen Bissen herunter. Sie hatte ihr Lieblingsessen, Spagetti in Schinken-Sahnesauce nicht einmal angerührt. Besorgt musterten Caro und Kate ihre Freundin. „Was ist nur los mit dir Tanja? Seit wir bei Hagrid Unterricht hatten, bist du so still.“, stellte Kate fest. Tanja ignorierte sie. Sie fühlte sich so leer. Sie hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie vorhin so gemein zu Wood war. Auch wenn er es verdient hatte, hätte sie ihn nicht so anfahren sollen.
Plötzlich tauchte Dennis Gesicht neben Tanjas Schulter auf.
Meinst du nicht, dass du vorhin ein wenig zu hart zu Wood warst?“, fragte er leise in ihr Ohr. Tanja schluckte nur als Antwort, aber Dennis ließ nicht locker.
Du solltest dich bei ihm entschuldigen.“
Wieso sollte ich das tun? Er hatte es doch verdient.“, gab sie schließlich so leise zurück, dass nur er es hören konnte.
Sieh ihn dir doch mal an. Er hat schon die ganze Zeit den Kopf gesenkt und sagt kein Wort mehr. Ich glaube, du hast ihn tief gekränkt. Er wollte dich lediglich in Schutz nehmen, als der kleine Erstklässler über dich geschimpft hat.“ Dennis Worte ließen Tanja aufhorchen.
Wie meinst du das - er wollte mich Verteidigen?“, fragte sie mit einem Blick auf Olivers eingesackte Gestalt.
Ganz genau. Er nahm dich in Schutz, weil der Kleine dich Schlammblut nannte. Hättest ihn mal sehen sollen, wie wütend ihn das gemacht hat.“, erklärte Dennis mit ernster Miene. Tanjas Augen weiteten sich vor Verwunderung.
Also hatte er tatsächlich seinen Grund.“, hauchte sie verblüfft.
Ja. Vielleicht solltest du dich bei ihm entschuldigen. Denn nicht er war es der den Erstklässler auf den Baum gezaubert hatte, sondern das war ich.“, erklärte Dennis, klopfte ihr tröstend auf die Schulter und ging dann wieder zu seinem Platz. Tanjas Blick hatte sich an Woods gesenktem Gesicht geheftet. Er wollte sie lediglich beschützen. Auch wenn der Junge sich geirrt haben mochte, aber Oliver hatte sie tatsächlich verteidigt. Sollte das wahr sein, hatte sie ihn tatsächlich unfair behandelt. Sie beschloss sich bei ihm zu entschuldigen, wenn sie ihm das nächste Mal allein begegnen würde. Ihr Stolz verbat es ihr einfach vor seinen Freunden ihren Fehler einzugestehen und ihnen einen Triumph der Überlegenheit zu gönnen.
Hallo Erde an Tanja?!“ Caros Worte holten Tanja wieder zurück und ließ sie auffahren.
Oh tschuldige.“
Was ist nur in dich gefahren? Du bist in letzter Zeit mächtig neben dir.“, stellte Caro fest. „Oh, hab was vergessen. Bin in der Bibliothek und mach Hausaufgaben. Bis Später.“, erklärte Tanja hastig und ignorierte Caros Bemerkung damit völlig. Sie stand hastig vom Tisch auf und verließ eilig die Große Halle.
Ich wette sie versteckt sich wieder bis spät in die Nacht hinter Büchern.“, sagte Caro Kopfschüttelnd zu Kate, nachdem Tanja verschwunden war. „Ja, in letzter Zeit läuft sie immer weg. Frag mich was da nur wieder los ist.“ ,Kate gab ihr nickend Recht. Und beide blickten mit vielsagenden Blicken zu Oliver Wood, dessen Kopf in dem Moment hoch schoss als Tanja an ihm vorbei rauschte.

Tanja verließ kurz vor Mitternacht die Bibliothek. Madame Pince hatte ihr genehmigt die Bücherei etwas länger zu nutzen. Tanja hatte dadurch mehr als genügend Zeit sämtliche Aufsätze zu schreiben, die sie bisher auf bekommen hatten. Gleichseitig zerbrach sie sich den Kopf darüber wie ungerecht sie zu Oliver gewesen war und das er vermutlich nie wieder ein Wort mit ihr reden wollte. Mit brummendem Schädel verließ sie schließlich die Berge der Bücher und begab sich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum. Sie bog in einen der vielen Korridore, die nun im Dunkeln lagen. Tanja schreckte aus ihren Gedanken. Sie hatte ein mulmiges Gefühl und die leise Vermutung, dass sie hier nicht allein herum geisterte. Sie behielt Recht. Wie aus dem Nichts tauchte eine dunkle Gestalt vor ihr auf. Mit gezogenem Zauberstab kam sie auf sie zu. Als Tanja nach ihrem Zauberstab greifen wollte erklang es: „Expelliamus.“ Und ihr Zauberstab wurde ihr aus der Hand gerissen. Er flog direkt ins Dunkel und landete geräuschvoll auf dem Steinboden.
Wer ist da?“,fragte sie zaghaft. Plötzlich tauchten um sie herum weitere Gestalten auf. Nun erkannte sie auch wer die Gestalt vor ihr war, die sie entwaffnet hatte.
Flint?!“,stieß Tanja erstaunt hervor. Markus Flint, der Mannschaftskapitän der Slytherin Quidditch-Mannschaft, kam ihr bedrohlich nahe. Seine Kumpanen umzingelten Tanja und hielten ihre Zauberstäbe auf sie gerichtet. Sein bösartiges Grinsen entblößte seine hervorstehenden Zähne. „Abend Parker.“, grüßte er mit öliger Stimme. Tanja konnte diesen Typen schon vom ersten Augenblick an nicht ausstehen. Nicht nur das er ihr Gegner beim Quidditch war, nein, er war auch noch ein schleimiger Fiesling der übelsten Sorte. Wie die meisten Slytherins, hatte er reiche Reinblütige Eltern.
Was willst du von mir?“, fragte Tanja entnervt und ignorierte seine Kumpanen. Flints Grinsen wurde unnatürlich breiter. Tanja gefiel die Art und Weise wie er sie musterte ganz und gar nicht.
Tja. Was kann ich nur wollen, Parker?“, fragte er im gespielt, unschuldigem Ton. Nun rückten auch seine Verbündeten aufdringlich näher auf Tanja zu und versperrten ihr jeden Fluchtweg. Flint baute sich vor ihr auf und näherte sich ihr bis er nur noch wenige Zentimeter von ihr entfernt stand.
Ich weiß, dass du mit Wood deine Probleme hast. Das habe ich auch.“, begann er leise. Tanja runzelte die Stirn. Das Markus Flint und Oliver Wood Feinde waren, war kein Geheimnis.
Verbünde dich mit mir Parker und wir können es Oliver heimzahlen, was er uns angetan hat.“, fuhr Flint fort und legte seinen Daumen fordernd unter ihr Kinn. Tanja entzog sich angewidert seiner Nähe.
Wovon sprichst du?“ In Flints Augen leuchtete ein böses Funkeln auf.
Hat er dir denn nicht auch wehgetan, Parker? Hast du nicht allmählich genug von seinen Mädchengeschichten? Von seinen Spielchen?“
Doch schon, aber was geht dich das an?“, entgegnete Tanja misstrauisch.
Werde meine Freundin, Tanja. Ganz einfach. Oliver wird es hassen, wenn er unser Glück sieht.“, erklärte Flint im geschäftlichem Ton, aber das Funkeln in seinen Augen verriet nichts gutes. Tanja klappte der Mund bei seinen Worten vor Entsetzten auf.
Was?!“, war das einzige was sie hervor brachte.
Es ist doch kein Geheimnis das Oliver Wood dich mag, Parker. Wenn wir zwei uns gegen ihn verbünden, stell dir das doch mal vor, Parker.“, fuhr er ungeduldig fort und drängte sich ihr näher. Tanja versuchte zurück zu weichen, stieß jedoch gegen festes Mauerwerk. Flint musste den Rest von seinem sowieso schon kleinen Gehirn verloren haben, wenn er tatsächlich glaubte, dass sich Tanja auf so etwas einließ.
Vergiss es Flint.“, entgegnete sie kühn. In Flint stieg Wut auf und er funkelte sie warnend an.
Ich kann auch anders, Parker.“ Drohend hielt er ihr seinen Zauberstab vor das Gesicht.
Sturupor!“, erklang es plötzlich und Flint schleuderte es nach hinten. Seine Kumpanen starrten verwirrt und fassungslos auf die Gestalt am Boden.
Expeliamus!“ Die Zauberstäbe von Flints Freunden flogen durch die Luft. Verängstigt und Verunsichert, weil sie nicht wussten woher der Angriff kam, suchten sie das Weite. Flint richtete sich fluchend wieder auf.
Wo wollt ihr hin, ihr Feiglinge!“, schrie er hinter seinen Freunden hinterher. Dann drehte er sich um und starrte in den dunklen Korridor. Das Flackernde Licht der Kerzen, gab nur schwaches Licht. Oliver Wood trat mit seinem Zauberstab in der Hand aus dem Schatten. Bedrohlich stand er vor Flint, welcher nun ziemlich klein und verunsichert wirkte. Oliver richtete seinen Zauberstab auf Markus.
Verschwinde Flint, bevor ich Professor McGonagall melde, dass du Nachts im Schloss umher wanderst und Schülerinnen auflauerst.“, zischte Wood und versuchte seine Wut zu unterdrücken. Flint sah mit verachteter Miene zu Oliver hinauf, da dieser wenige Fuß größer war als er. Flint sah ein das es wohl besser war sich zurück zu ziehen. Zumindest für dieses mal. Mit einem Knurren wandte er sich um.
Denk über mein Angebot nach, Parker.“, zischte er Tanja zu, bevor er schließlich davon lief. Tanja stand noch immer wie gelähmt an der Wand, als Oliver sich ihr mit ungewohntem kaltem Blick zuwandte.
Alles in Ordnung?“, fragte er sie. Aber seine Stimme war sehr viel distanzierter und kälter als er sonst mit ihr sprach.
Accio Zauberstab“, sprach er und gab Tanja ihren Zauberstab wieder, den Flint ihr entrissen hatte. Tanja nickte langsam. Ohne ein weiteres Wort drehte sich Wood um und lief den Gang entlang. Plötzlich blinzelte Tanja und erwachte aus ihren Gedanken. Eilig lief sie hinter ihm her. Als sie ihn endlich eingeholt hatte, sagte sie mit zitternder Stimme:
Danke.“ Oliver blickte zögernd zu ihr und brummte dann nickend.
Dafür dass du mich vor Flint gerettet hast und naja, dafür das du mich verteidigt hast bei dem Erstklässler.“ Oliver blieb bei ihren Worten abrupt stehen. Sein Gesicht lag im Schatten der flackernden Kerzen, sodass sie seine Miene nicht lesen konnte. Dennoch meinte sie ein eigenartiges Funkeln in seinen Augen zu sehen. War es Schmerz? War es Wut?
Du weißt von...“, begann er mit belegter Stimme.
Ja, Dennis hat es mir erzählt. Ich habe dich unfair behandelt und das tut mir Leid.“, erklärte Tanja mit schuldbewusster Miene. Doch Oliver starrte weiter ungerührt in den Gang vor sich. Dann nickte er und ging weiter.
Es tut mir Leid was ich zu dir gesagt habe.“, rief Tanja ihm nach. Ihr Herz schmerzte, wenn sie ihn so abweisend sah. Sie wusste nicht warum, aber auf einmal konnte sie es nicht ertragen, wenn er es vermied ihr in die Augen zu sehen. Oliver drehte sich bei ihren Worten zu ihr um und stutzte.
Ja, ich habe es doch nicht so gemeint.“, gab sie leise zu und senkte schuldbewusst den Kopf. Eine ungewohnte Offenheit stand nun zwischen ihnen. Sie gab vor ihm zu, einen Fehler begangen zu haben und entblößte sich damit ihm vollkommen. Auf Olivers Gesicht zeichnete sich endlich ein Lächeln.
Es war ein vollkommen anderes Lächeln, wie sie es von ihm gewohnt war. Kein Lausbubenhaftes, spielerisches. Nein, ein herzliches und erfreutes Lächeln über ihre Offenheit, welches sie wärmte. „Wirklich? Du bist nicht mehr sauer auf mich?“, fragte er mit warmer Stimme. Tanja runzelte die Stirn.
Ich dachte du wärst sauer auf mich, weil ich so unfair zu dir war.“ Oliver schüttelte lachend den Kopf. Sein herzliches Lachen war Musik in ihren Ohren. Er kam zwei Schritte auf sie zu und blieb dann vor ihr stehen.
Was wollte eigentlich Flint von dir?“, fragte er wieder im ernsten und leiseren Ton. Tanja schluckte als ihr wieder Flints schaurige Worte einfielen.
Er wollte sich an dir rächen und hat versucht mich für seine Pläne zu gewinnen.“, meinte Tanja schließlich und blickte fragend zu Oliver hinauf, in der Hoffnung von ihm zu erfahren, warum Flint ihm gegenüber so rachsüchtig war. Oliver zuckte mit den Schulter, als ob er ihre stumme Frage, in ihrer Antwort verstanden hätte und sagte nur: „Ich weiß nicht warum, aber wir sind schon seit der ersten Klasse Feinde. Aber um ehrlich zu sein, ist das auch nicht schwer. Ich kann ihn nicht ausstehen und das beruht auf Gegenseitigkeit.“ Tanja nickte, als Zeichen dafür, dass sie dies sehr gut nachvollziehen konnte. Auch sie hatte mit Flint in der ersten Klasse Bekanntschaft gemacht. Er war zwar eine Klassenstufe älter als sie, zusammen mit Wood, aber dennoch war sie ihm von Anfang an Geistig überlegen. Flint war ein typischer Slytherin. Fies und unfair zu jeden der sich ihm in den Weg stellte. In den meisten Fällen hatte er es auf jüngere Schüler abgesehen um diese zu demütigen, bei Wood jedoch hatte er seinen Todfeind gefunden. Nicht nur das die beiden im Quidditch Rivalen waren, sondern auch in allen anderem. In jedem Schulfach und was die Beliebtheit bei Anhängern, Freunden und Mädchen betraf. In allen mussten die beiden sich messen. Aber Tanja hatte Flints Hinterhältigkeit bei ihrem allerersten Quidditch-Spiel als Jägerin entdeckt, als er Oliver einen Klatscher in den Magen geschickt hatte. Oliver hatte daraufhin zwei Wochen im Krankenhaus verbracht. Tanja fiel der musternde Blick auf, mit dem Oliver, Tanja betrachtete.
Was ist?“, fragte sie irritiert.
Was für eine Rolle solltest du denn in seinen Plänen spielen?“, fragte Oliver mit zusammen gekniffenen Augen. Er konnte sich nicht vorstellen, was Flint sich von Tanjas Gunst erwartete. Was würde Markus Flint nur wieder planen?
Er wollte eine Beziehung mit mir vorgeben um dich Eifersüchtig zu machen.“, meinte Tanja Achselzuckend. Bei Olivers rot angelaufenem Gesicht, hob sie fragend die Augenbrauen. Seine Gesichtszüge versteinerten sich und ein Muskel in seiner Wange begann zu zucken. Er wandte sich ab und ein Schatten legte sich über seine Miene.
Das würde er nicht wagen.“, murmelte Oliver.
Flint ist ein Dummkopf. Er glaubt doch wohl nicht Ernsthaft, dass ich mit so einer schleimigen Ratte wie ihm gehen würde?“, setzte Tanja spöttisch hinzu. Oliver gab ihr im stillen Recht, aber eigentlich zerbrach er sich den Kopf darüber, weshalb Flint Tanja auf seine Seite ziehen wollte. Oliver stellte sich die beiden als Pärchen vor und in ihm begann sein Blut zu kochen. Er wäre wirklich rasend vor Eifersucht, das wurde ihm klar. Nur eins begriff Oliver noch nicht. Warum ließ die Vorstellung, dass Tanja einen anderen Jungen gehörte, ihn so sehr erbeben vor Zorn? Genau das, wollte Flint mit seinem Plan bezwecken, dachte sich Wood und war Tanja zu tief dankbar das sie sich darauf nicht eingelassen hatte. Schweigend liefen die beiden nebeneinander her, auf den Weg zurück zum Gemeinschaftsraum. Glücklicherweise begegnete ihnen nicht ein einziger Lehrer oder Hausgeist. Hätte ein Lehrer die beiden außerhalb der Ausgehzeiten in den Gängen erwischt, hätten sie ohne weiteres Strafpunkte abgezogen bekommen und obendrein noch eine Strafarbeit.
Tanja fiel seufzend und erleichtert in einen der kuschelweichen Sessel im Gemeinschaftsraum. Dieser war bereits ziemlich geleert, da die meisten Schüler schon viel früher zu Bett gegangen waren. Oliver hatte sich bereits am Porträtloch verabschiedet und war zu Bett gegangen. Kate hatte sich, als sie Tanja hereinkommen sah, auf sie gestürzt und angefangen sie mit ihren bisher noch immer ungelösten Hausaufgaben zu löchern.
Tanja, ein Glück du bist wieder hier, ähm, du musst mir helfen... ich bin immer noch nicht fertig mit...“, doch Kates Geschnatter verstarb als sie Oliver hinter Tanja hereinkommen sah. Dann senkte sie die Stimme und fragte mit gerunzelter Stirn.
Was habt ihr beiden denn so spät noch außerhalb des Gemeinschaftsraumes gemacht?“ Tanja ignorierte Kates forschenden Blick und blickte mit starrem Blick auf die Feuerstelle im Kamin. „Wieso? Wir sind uns zufällig auf den Weg zum Gemeinschaftsraum begegnet. Ich kam von der Bücherei und Oliver naja, keine Ahnung.“, meinte Tanja nur mit einer abwinkenden Handbewegung. Jedoch klang ihre eigene Stimme dumpf und unnatürlich weit weg. Nachdem einige Minuten verstrichen waren und Tanja noch immer in dem Sessel am Kamin saß und Kates geprappel versuchte zu folgen, beschloss sie dann doch nach oben, in den Schlafsaal, zu gehen. Sie entschuldigte sich schnell Kate, dass sie müde sei und ihr morgen bei den Hausaufgaben helfen würde und verschwand die Treppe hoch. Als Tanja die Stufen zum Schlafsaal nahm, starrte ihr Kate verwirrt hinterher. Sie wusste, dass irgendetwas mit ihrer Freundin nicht stimmte und sie war sich ziemlich sicher das Oliver Wood etwas damit zu tun hatte.



Als Tanja am nächsten Morgen zum Frühstück die Stufen zur Eingangshalle herunterkam schwappte eine Welle, wild tobenden Lärmes an ihr Ohr. In der Mitte der Eingangshalle, vor der Tür zur Großen Halle, hatte sich eine Traube von Schülern gebildet die sich mit ihren anfeuernden Rufen selber zu übertönen versuchten. Die aufgebrachte Menge feuerte zwei miteinander raufende Jungen an, die sich in der Mitte der Traube befanden. Tanja blieb verwundert am Treppenabsatz stehen.
Was ist denn hier los?“, fragte sie; wurde jedoch von niemanden wahrgenommen. Tanja unterdrückte ein genervtes Seufzen. Ein derartiges Verhalten war nun wirklich kindisch, dachte sie. Dennoch fragte sie sich, welche beiden Schüler sich einen derartigen Ausfall ihrer Selbstbeherrschung erlaubten. Plötzlich durchbrach eine wohl vertraute Stimme, die Halle und ließ die tobende Meute verstummen. Lediglich die zwei raufenden Schüler bemerkten nichts.
Was geht hier vor?!“,Professor McGonagalls aufgebrachte und hysterische Stimme ließ selbst Tanja auffahren. Professor McGongall kam die Marmortreppe herunter, Professor Snape und Hagrid im Schlepptau. Als sie die beiden Raufbolde erblickte, stürmte sie an Tanja vorbei und riss die beiden Schüler auseinander. Hagrid kam ihr zu Hilfe und die zuschauenden Schüler stoben auseinander. Hagrid packte die beiden Burschen am Kragen und hielt seine Arme weit auseinander, damit sie sich nicht mehr erreichen konnten. Nun konnte auch Tanja erkennen, bei wem es sich um die beiden raufenden Jungen handelte. Ihr stockte der Atem vor Entsetzten. An der einen Hand Hagrids hing Markus Flint mit blutender Nase und einem blauem Auge. Sein Umhang war zerrissen und völlig durcheinander. An der anderen Hand hielt Hagrid einen aufgebrachten Oliver Wood in die Höhe. Auch er sah nicht viel besser aus als Flint. Er hatte eine aufgeplatzte Lippe und eine kleine blutenden Schramme an der rechten Wange, unter dem Auge. Beide Jungen versuchten sich aus Hagrids festem Griff zu winden, doch dieser hielt sie nur weiter nach oben, streng darauf bedacht das die beiden sich nicht berührten. „Was erlauben sie sich...Kindisches Verhalten...Hab ich noch nie Erlebt...Mächtige Strafe...“ Tanja fing von Professor McGonagalls wütender Stimme nur Bruchstücke auf. Doch es ließ sie erahnen, dass das eine mächtige Strafe mit sich zog. Tanja konnte es nicht fassen. Wood hatte sich doch nicht etwa tatsächlich mit Flint geprügelt? Vor den Augen anderer Schüler, in der Eingangshalle? Das kam Tanja ungewöhnlich dumm vor. Oliver Wood, der Mannschaft – Kapitän mit den Nerven aus Stahl, soll tatsächlich die Nerven verloren haben? Das war jedenfalls nicht Olivers Art und Weise, dachte Tanja. Bestimmt hatte Flint ihn nur Provoziert, versuchte sie sich zu beruhigen. Während Hagrid mit den beiden Raufbolden davon stapfte. Mit der noch immer schimpfenden Professor McGonagall im Schlepptau. Die Gruppe der Schüler die zugesehen hatten verstreute sich. In Tanja stieg Zorn und Wut auf. Dieser Idiot, dachte sie, warum muss er sich auch nur immer in Schwierigkeiten bringen? Er hatte es sicher verdient und Tanja schwor sich, ihn dieses mal wirklich die kalte Schulter zu zeigen. Denn so lange er mit dem kindischen Verhalten nicht aufhörte würden sie beide niemals Freundschaft schließen.
Verzweifelt schüttelte sie noch einmal den Kopf und stapfte dann weiter in die Große Halle, wo sie Caro beim Frühstück am Slytherin-Tisch entdeckte. Sie winkte ihr kurz zu und suchte sich schließlich ihren Platz neben Kate. Als sich Tanja neben ihr auf die Bank fielen ließ, hielt Kate, die gerade in ihr Toast beißen wollte, inne. Stirnrunzelnd musterte sie Tanjas Miene.
Was ist los Tanja? Du machst ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.“ Tanja zuckte daraufhin jedoch nur mit den Schultern und bestrich sich ihren Toast mit Goldkäferbutter. Nachdem sie den ersten Bissen genommen hatte, kam auch schon Caro zu ihnen herüber, den Tagespropheten in der Hand. Überrascht blickte Tanja auf als sich Caro ihr sich gegenüber setzte und ein triumphierendes „HA!“ ausstieß.
Was denn?“, fragte Kate neugierig. Caro zeigte auf den Tagespropheten und fügte hinzu:
Sie haben Sten Shumpike wieder frei gelassen, wegen mangelnden Beweisen.“
Wow, das ist doch toll. Endlich sieht das Ministerium einmal ein das sie einen Fehler gemacht haben.“, entgegnete Kate lächelnd. Tanja jedoch zog skeptisch eine Augenbraue nach oben und besah sich den entsprechenden Artikel.
Das glaube ich weniger. Sie haben ihn doch nur frei gelassen, weil Dumbledore bei Cornelius Fudge Einspruch erhoben hat. Ich wette, das war wieder nur eine Aktion vom Ministerium um zu zeigen das sie etwas tun. Hier steht jedenfalls das das Ministerium gezwungen war Shumpike wieder frei zu lassen, aufgrund vieler Wiedersprüche und Klagen.“, meinte Tanja an Kate. Kate las verwundert den Artikel.
Stimmt. Aber warum schreiben die dann, dass sie ihn wegen mangelnden Beweisen frei gelassen haben?“, wollte Kate dennoch wissen. Tanja seufzte.
Naja ist doch wohl klar. Das Ministerium will nicht dumm da stehen. Am Ende wird ihnen wieder nach gehangen das sie nicht sorgfältig arbeiten würden.“, erklärte Caro ihr.
Das wäre natürlich eine riesige Lüge.“, fügte sie ironisch hinzu. Tanja und Kate lachten und pflichteten ihr bei.
Hey, habt ihr vorhin vor der Halle diesen Auflauf bemerkt? Ich glaub da hatten sich zwei geprügelt.“, erzählte Kate plötzlich aufgeregt. Tanja senkte resigniert den Blick. Sie hatte gehofft, das dieses Thema nicht angesprochen würde. Aber allem Anschein nach war Kate kurz vor ihr in die Eingangshalle gekommen.
Konntest du erkennen wer diese Idioten waren?“, fragte Caro grinsend. Kate jedoch schüttelte den Kopf und meinte nur:
Nein. Ich habe nicht viel gesehen, es standen zu viele drum herum, also bin ich Frühstücken gegangen.“ Tanja atmete erleichtert auf. Doch schon hatte Caro ihren Blick auf sie gerichtet und schien sie damit zu durchbohren.
Hast du denn nichts gesehen Tanja? Du bist doch kurz nach Kate herein gekommen.“ Tanja schluckte und schüttelte nur hastig mit dem Kopf. Doch Caro glaubte ihr nicht eine Sekunde. Schließlich gab Tanja unter Caros bohrenden Blick nach und erzählte was sie bemerkt hatte.
Oh. Also Oliver und Flint ja? Hm, die beiden sind zwar schon ewig Feinde, aber das sie so tief sinken würden, hätte ich nicht gedacht.“, kam es von Caro, nachdem Tanja geendet hatte.
Ja, ich auch nicht.“, stimmte Tanja mit betrübten Blick zu. Nachdem die drei gefrühstückt hatten begaben sie sich in den Unterricht. Sie quälten sich den ganzen Tag durch die langweiligen Vorträge der Lehrer und tolerierten sogar die Unmengen an neuen Aufsätzen, die sie als Hausaufgaben bekamen. Als Tanja und Kate sich von Caro verabschiedeten um vor dem Mittag in den Gemeinschaftsraum nach oben zu gehen, um ihre Hausaufgaben zu beginnen, kam ein Ruf hinter den beiden, der sie inne halten ließ. Oliver kam auf sie zugelaufen. Er hatte noch immer eine angeschwollene Lippe und seine Schramme schien auch noch nicht versorgt worden zu sein. Tanja verdrehte frustriert die Augen und seufzte entnervt. Er hatte ihr gerade noch gefehlt, dachte sie verbittert und hoffte inständig das er sich selbst einen Gefallen tat und jegliche Art und Weise seines Playboy-Images ablegte. Doch anscheinend wurde ihr innerer Wunsch einfach ignoriert.
Na, Hallo Mädels, ich hab euch gerade nach oben laufen sehen und dachte mir die beiden zauberhaften Damen darfst du doch nicht allein durch die Gänge laufen lassen.“, begrüßte Oliver sie in seiner typischen, charmant grinsenden Art.
Ja, am Ende werden wir noch von einem Idioten, wie dir angesprochen.“, entgegnete Tanja mit kühlem Blick.
Hey, Parker was für ein Schokofrosch ist dir denn über die Leber gelaufen?“, entgegnete Oliver jedoch gelassen. Doch Tanja schnaubte verächtlich durch die Nase.
Da müsste mich aber schon ein mächtiger Schwachsinnigkeitszauber treffen, bevor ich was auf dein dummes Geschwätz gebe.“, entgegnete sie um seine Bemerkung zu parieren. Die drei gelangten zum Portrait der fetten Dame. Kate sagte ihr das Passwort und diese schwang beiseite. Tanja kletterte durch das Portraitloch und lief auch gleich die Treppen in den Schlafsaal nach oben um ihre Schulbücher zu holen.
Wow, die ist ja heute richtig in Fahrt. Was hast du ihr denn gegeben?“, fragte er Kate als Tanja verschwunden war.
Nichts, sie hat die Rauferei von dir und Flint heute Morgen bemerkt und nun, Naja, du kannst es dir ja denken.“ ,erklärte diese und ging mit einem zuckersüßem Lächeln zu einem Tisch am Fenster um dort ihre Hausaufgaben auszubreiten und daran zu arbeiten. Oliver blieb am Eingang wie angewurzelt stehen. Innerlich verfluchte er sich. Nun wurde ihm klar warum Tanja so kühl ihm gegenüber war. Nicht das dies etwas neues war, aber er hatte dennoch gehofft durch sein bisheriges Handeln einen besseren Eindruck bei Tanja zu hinterlassen. Aber dabei hatte er alles nur noch schlimmer gemacht. Hätte er sich doch nur heute Morgen nicht von Flint so reizen lassen, sagte er sich verbittert. Kein Wunder das sie ihn für einen unreifen Idioten hielt. Aber eigentlich kannte sie ja gar nicht die Hintergründe dieser Auseinandersetzung mit Flint, verteidigte sich Oliver innerlich. Wood war auf Flint zu gestürmt, als er diesen die Treppe vom Slytherin Gemeinschaftsraum, der ja unten bei den Kerkern lag, und hatte diesen zur Rede gestellt, was der Überfall auf Tanja gestern sollte. Flint hatte nur hämisch gelacht und sich über Oliver lustig gemacht. Danach hatte Flint den entscheidenden Fehler gemacht, der Oliver überkochen ließ. Er hatte Tanja beleidigt. Oliver verstand seine Reaktion selber nicht. Noch nie hatte er für eine andere Person einen solchen Beschützerinstinkt entwickelt.
Als Tanja fünf Minuten später die Treppe herunter kam, ignorierte sie Wood völlig und lief zu Kate an den Tisch. Sie ließ sich auf einen Stuhl fallen und machte sich dann ebenfalls über ihre Hausaufgaben her. Enttäuscht ging Oliver zu einem Tisch in der hinteren Ecke des Gemeinschaftsraumes. Dennis blickte verwundert zu ihm auf. Er war Olivers bester Freund, schon seit der ersten Klasse in Hogwarts und natürlich hatte er die Sache mit Tanja all die Jahre interessiert mitverfolgt.
Für ihn war die Sachlage eindeutig. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis die beiden zueinander finden würden. Und Dennis war sich in diesem Punkt mit Tanjas bester Freundin, Kate einig. Die beiden würden ein Traumpaar abgeben. Nur leider waren die beiden die einzigen die das anders sahen und sich dagegen sträubten.
Als Oliver endlich Dennis prüfenden Blick bemerkte, fauchte er genervt:
Was denn? Hast du nicht Hausaufgaben zu machen?“ Dennis konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Doch schon aber wie du Tanja beobachtest ist wesentlich interessanter.“
Ach ja, wie beobachte ich sie denn?“, erkundigte sich Oliver brummend und wandte sich über seine Mitschriften.
Na wie ein verlassenes Einhorn.“, gab Dennis glucksend von sich.
So`n Quatsch!“, zischte Oliver und wandte sich wieder seinen Hausaufgaben. Dennis zuckte mit Schultern und lachte heimlich in sich hinein. Er wusste das er bei Oliver einen Nerv getroffen hatte.
Bis spät in die Nacht arbeiteten die meisten an ihren Hausaufgaben. Nach und nach leerte sich der Gemeinschaftsraum schließlich und alle Schüler gingen zu Bett. Bis auf Oliver Wood. Dieser saß bis Nachts an neuen Trainingsplänen, Studien und Aufsätzen.Kurz nach Mitternacht kam Tanja, in ihrem Morgenmantel die Treppe des Schlafsaals in den dunklen Gemeinschaftsraum, herunter. Als sie Oliver immer noch an dem hinteren Tisch sitzen sah, beschloss sie doch einmal mit ihm zu reden. Sie sprang über ihren Schatten und setzte sich vor ihn an den Tisch. Verwundert sah er zu ihr auf als sie sich setzte.
Was machst du da?“, fragte Tanja im sachlichen Ton.
Wonach sieht es denn aus?“, brummte Wood.
Nach einem Idioten der sich tot schuftet.“, gab Tanja zurück. Oliver runzelte verwirrt die Stirn. Sie konnte es einfach nicht lassen, sie musste ihn wohl einfach ärgern. Er fühlte sich auch so schon schlecht genug. Doch dann lächelte Tanja und meinte etwas sanfter:
Meinst du nicht du solltest für heute Schluss machen?“ Oliver zuckte nur mit den Schultern und war überrascht einen solchen netten Tonfall von ihr zu hören.
Du hast wohl recht. Migräne Anfälle hatte ich wohl mehr als genug.“, gab er zu. Er rückte die schon halb abgebrannte Kerze näher an sich heran um noch einen letzten prüfenden Blick über seine Aufzeichnungen gleiten zu lassen. Tanja musterte sein Gesicht, welches von dem schwachen Kerzenlicht beleuchtet wurde und ihm einen liebenswerteren Ausdruck verlieh.
Das Feuer im Kamin war schon fast erloschen und spendete kaum Licht. Aber das Kerzenlicht reichte aus damit Tanja die wieder aufgegangene Schnittstelle an Olivers Wange bemerkte.
Na so was, deine Wunden sind ja wieder aufgegangen.“, bemerkte sie leise und beugte sich zu ihm um sie sich genauer anzusehen. Oliver blickte verwundert auf. „Das muss doch behandelt werden, sonst entzündet es sich womöglich noch.“ Tanjas besorgte Prognose erstaunte ihn noch mehr. Und auch Tanja schien aufzufallen das sie sich wohl außergewöhnlich viel Sorgen um ihn machte. Räuspernd wich sie einige Schritte ab. Sie lief durch den Raum und kramte einen erste Hilfekasten aus einer Ecke des Gemeinschaftsraumes. Olivers Blick verfolgte währenddessen Tanja und ruhte auf ihren Morgenmantel, welchen sie sich über ihren Pyjama gezogen hatte. Als sie zurück kam ließ er seinen Blick schnell woanders hin gleiten. Tanja hatte seinen Blick nicht bemerkt und machte sich daran die richtigen Zutaten für die Versorgung seiner Wunden heraus zu suchen.
Komm her ich brauche mehr Licht.“, meinte sie Oliver rückte etwas widerwillig näher. Tanja zog die Kerze näher heran um Olivers Gesicht besser sehen zu können. Dann stellte sie sich vor ihn und begann sich seine Wunden mit den Fingern genauer zu untersuchen. Sie streifte mit den Fingerspitzen darüber und ahnte nicht welche Schauer sie damit in Oliver auslöste. Er atmete ihren süßlichen Duft ein und versuchte dem Drang zu widerstehen sie an sich zu ziehen.
Tanja, die vor ihm stand und sich über ihn gebeugt hatte bemerkt nebenbei seine Gesichtszüge. Sie wurden ungewöhnlich starr und seine Augen begannen merkwürdig zu glühen. Es schien als müsste er an sich halten und einen tiefen inneren Drang unterdrücken. In seiner Wange begann ein Muskel zu zucken. Tanjas Herz schlug schneller. Schnell wandte sie sich ihm ab und wandte sich über das erste Hilfe Kästchen. „Der Schnitt ist nicht allzu tief, er wird schnell verheilen.“, würgte sie hervor und versuchte sich zu konzentrieren. „Eine Narbe mehr oder weniger, was hätte das schon ausgemacht?“, meinte Oliver mit belegter Stimme. Tanja nahm eine kleine Salbe zur Hand. „Wie meinst du das? Hast du denn so viele?“, wandte sie sich ihm wieder zu. Oliver hatte den Blick gesenkt damit er nicht ihren Körper anstarren musste, der ihn auf ungewohnte Weise verführte. Doch Tanja nahm seine leise Nervosität wahr. Wood nickte stumm mit dem Kopf um ihre Frage zu beantworten. Überrascht hob sie eine Augenbraue. „Woher stammen sie denn?“ „Weiß nicht genau. Vom Quidditch teilweise.“, gab Oliver zurück.
Tanja nickte, aber glaubte ihm keine Sekunde und wendete sich wieder seinen Wunden zu. Sie rieb etwas Salbe auf die Schramme und die geschwollene Lippe. Dabei bemerkte sie wie samtig weich seine Lippen waren und sie fragte sich wie es wohl wäre, diese allseits beliebten Lippen zu spüren. Doch dann rief sie sich wieder zu Vernunft und verjagte den Gedanken aus ihrem Kopf. Wie seltsam das sie solche Gedanken bekam und das auch noch bei Wood, ausgerechnet dem Playboy der Schule, wunderte sich Tanja. Schnell nahm sie die Pflaster zur Hand und klebte sie vorsichtig auf die wunden Stellen.
Die Sanftheit und Sorgfältigkeit mit der sie das tat verwunderte Oliver und gleichseitig genoss er diese seltenen, zärtlichen Berührungen. Er blickte ihr dankbar in die Augen. Fast hatte er das Gefühl in ihren dunklen, braunen Augen zu versinken. Dann jedoch heftete sich sein Blick auf ihre Lippen und er spürte das Verlangen in sich diese zu kosten und auf seinen zu spüren. In seinem Unterleib breitete sich ein brennendes Verlangen aus.
Und schon wären wir fertig.“, hauchte Tanja und richtete sich wieder auf. Als sie Olivers hungrigen Blick auf sich ruhen spürte, stieg ihr die Röte ins Gesicht. Einige Minuten verharrten sie und allein ihre Blicke hielten einander fest. Doch dann riss sich Tanja los und stellte den erste Hilfekasten dahin zurück wo sie ihn hergenommen hatte. Oliver richtete sich auf und trat zögernd hinter sie.
Danke.“, würgte er hervor. Tanja drehte sich mit einem Lächeln zu ihm um.
Kein Problem. Aber trotzdem halte ich dich für einen unverschämten Playboy und Macho und ich finde dein Verhalten von heute Morgen immer noch nicht richtig.“, entgegnete Tanja in alter Frische. Oliver musste über ihre Kühnheit schmunzeln.
Wieso, du kennst doch gar nicht die Hintergründe.“
Das muss ich auch nicht.“
Ach nein?“, entgegnete Oliver ungläubig.
Nein.“, wiederholte sie entschieden.
Oliver begann frech zu grinsen. „Er sagte du wärst...“, doch er brach ab. Tanja blickte ihn verwundert und neugierig an. Als sie merkte das er nicht fort fuhr, harkte sie nach.
Ja?“
Naja, er nannte dich eine dreckige kleine Hexe und sagte das es eine Schande für die ganze Schule sei, das sie dich aufgenommen haben.“
War das alles?“
Nein. Er nannte dich Schlammblut.“ Tanja stand für einige Sekunde wie versteinernd da. Flint nannte sie ein Schlammblut? Was wusste er denn schon über sie? Gar nichts.
Das hat mich dann auch schließlich so aus ticken lassen.“, Olivers Worte rissen Tanja aus ihren Gedanken und sie hörte sein leises Geständnis heraus. Er hatte das alles nur getan um sie zu verteidigen. Schon zum zweiten Mal. Zum zweiten Mal hatte er die Beherrschung verloren nur weil eine unwissende Tanja ein Schlammblut nannte. Das konnte ja nur bedeuten das er sie vielleicht doch mochte und ihr nicht nur immer etwas vor machte, so wie sie immer dachte.
Seine ganze lausbubenhafte Art war vielleicht nur ein Maske die den wahren Oliver verhüllen sollte. Der wahre Oliver schien nett und fürsorglich zu sein. Tanja war verwirrt. Sie wusste nicht was sie glauben sollte. War das alles nicht ernst gemeint und sagte er nun ausnahmsweise die Wahrheit oder log er auch dieses mal. Waren all die Sprüche bisher nur kindische Scherze gewesen. Konnte Wood wirklich so geschmacklos und gefühllos sein, das er ihr Vortäuschte sie zu mögen? Tanja wollte gar nicht darüber nachdenken. Der Gedanke wäre zu schrecklich, wenn sie erkennen müsste das sie nur ein Spiel für ihn war. Nur Mittel zum Zweck.
Wo hast du eigentlich gelernt Wunden so gut zu versorgen?“, fragte Oliver und riss sie ein weiteres Mal aus ihren Grübeleien.
Oh Ich.. ähm hab es mir ein wenig von Madame Pomfrey abgeschaut.“, entgegnete sie eilig und wand sich wieder ab. Das war natürlich eine Lüge. In Wahrheit hatte ihre beste Freundin, Caro, die Eigenschaft sich bei Vollmond in einen blutdürstigen Vampir zu verwandeln und nicht selten fügte sie sich dabei selber Wunden zu. Caro und Tanja begegneten sich mit 9 Jahren in der Winkelgasse, als Caro mit ihrem Onkel in Flourish & Blotts einkaufte. Denn Tanja half manchmal, wenn im Tropfenden Kessel nicht viel Betrieb war, dort aus oder ging ihrer Leidenschaft, dem lesen nach. Caros Neugierde lockte sie damals in die Abteilung für böse Flüche und ihre Gegenmittel, wo die beiden aufeinander trafen. Es entwickelte sich schnell eine dicke Freundschaft daraus. Selbst als Caro ihrer besten Freundin ihr Geheimnis offenbarte, stand Tanja ihr zur Seite. Caro unterschied sich von den gewöhnlichen Vampiren. Sie wurde als kleines Mädchen von einem Vampire gebissen, doch der Fluch hatte nicht komplett auf sie übergegriffen. Daher verwandelt sie sich seither nur bei Vollmond. Es ist fast wie bei einem Werwolf, abgesehen von dem, in was sie sich verwandelte. Es war gefährlicher als ein Werwolf. Caro war eine spezielle Vampirspezies, mit erstaunlichen Kräften.
Tanja musste daher schon früh lernen ihrer Freundin Einhalt zu gebieten. Besonders wenn Caro erst einmal ihre besonderen Kräfte hatte. Dies vereinte die beiden Mädchen als wären sie Schwestern. Dank der vielen Bücher die Tanja las, hatten sie eine Möglichkeit gefunden Caro und sich zu schützen und vorallem der Verwandlung Einhalt zu gebieten, damit sie nicht ganz ausbrach. Dies erforderte allerdings fortan jeden Monat die selbe Prozedur. Tanja blinzelte als sie von ihrer Vergangenheit zurück in die Gegenwart kam. Alldas konnte sie natürlich nicht Oliver erzählen.
Ihm, dem Playboy mit seiner Marauderbande.
Oh ach so.“, erklang es leise von Oliver, der ihre Antwort nur widerwillig akzeptierte. „Es ist spät, wir sollten ins Bett gehen.“, meinte Tanja nun wieder sachlich. Als Oliver langsam nickte sagte sie ihm noch
Gut´Nacht.“ und verschwand die Treppe hinauf.



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